Reaktionsgleichungen sind die Sprache der Chemie. Sie zeigen, welche Stoffe reagieren, was entsteht und in welchem Mengenverhältnis. Für viele Schüler*innen ist das Aufstellen und Ausgleichen am Anfang schwierig. Mit einem festen Ablauf in vier Schritten gelingt es aber zuverlässig.
Bei einer chemischen Reaktion gehen keine Atome verloren und es entstehen keine neuen – sie werden nur neu kombiniert. Deshalb müssen auf beiden Seiten der Gleichung von jedem Element gleich viele Atome stehen. Das ist das Gesetz von der Erhaltung der Masse.
Zuerst wird die Reaktion in Worten formuliert: Wasserstoff + Sauerstoff → Wasser. Links stehen die Ausgangsstoffe (Edukte), rechts die Produkte.
Jeder Stoff wird durch seine Formel ersetzt: H₂ + O₂ → H₂O. Wichtig: Einige Elemente kommen als zweiatomige Moleküle vor – H₂, O₂, N₂, Cl₂, F₂, Br₂, I₂. Diese Liste sollte man auswendig kennen.
Links: 2 H, 2 O. Rechts: 2 H, 1 O. Der Sauerstoff stimmt nicht.
Man setzt Zahlen (Koeffizienten) vor die Formeln – niemals werden die kleinen Indizes verändert, denn das würde den Stoff verändern. Rechts 2 H₂O: jetzt 4 H und 2 O. Links 2 H₂: 4 H und 2 O. Ergebnis: 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O.
Verbrennung von Methan: CH₄ + O₂ → CO₂ + H₂O.
Bei Salzen und Säuren kommen Ionen ins Spiel. Hier muss zusätzlich die Ladung auf beiden Seiten ausgeglichen sein. Beispiel Neutralisation: H⁺ + OH⁻ → H₂O. Links ist die Gesamtladung 0 (+1 – 1), rechts ebenfalls.
In höheren Klassen werden oft Zustandssymbole ergänzt: (s) fest, (l) flüssig, (g) gasförmig, (aq) in Wasser gelöst. Beispiel: 2 H₂(g) + O₂(g) → 2 H₂O(l).
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