Das kleine Einmaleins gehört zu den Dingen, die Kinder bis zum Ende der Grundschule wirklich sicher können sollten. Später wird es bei Brüchen, beim Kürzen, bei Prozenten und beim Überschlagen ständig gebraucht. Viele Kinder empfinden das Lernen der Reihen aber als mühsam. Die gute Nachricht: Mit ein paar Tricks schrumpft die Menge der Aufgaben, die man wirklich auswendig lernen muss, auf einen Bruchteil.
3 · 8 ist dasselbe wie 8 · 3. Wer das verstanden hat, muss statt 100 Aufgaben nur noch gut die Hälfte lernen. Am Punktefeld wird es sichtbar: 3 Reihen mit 8 Punkten ergeben dieselbe Anzahl wie 8 Reihen mit 3 Punkten – man dreht das Feld einfach.
Die Aufgaben mit 1, 2, 5 und 10 sind besonders leicht: mal 1 bleibt gleich, mal 2 ist verdoppeln, mal 10 hängt eine Null an, mal 5 ist die Hälfte von mal 10. Diese „Kernaufgaben“ sind die Anker, von denen aus sich alle anderen ableiten lassen.
6 · 7? Wer 5 · 7 = 35 weiß, rechnet einfach 7 dazu: 42. Und 9 · 7 ist 10 · 7 minus 7, also 63. Mit Nachbaraufgaben wird aus einer schwierigen Aufgabe eine leichte plus ein kleiner Schritt.
Die 4er-Reihe ist die verdoppelte 2er-Reihe, die 8er-Reihe die verdoppelte 4er-Reihe. 4 · 7 = 2 · 7 · 2 = 14 · 2 = 28. Für viele Kinder ist Verdoppeln leichter als das Abrufen einer unbekannten Aufgabe.
Beide Hände liegen vor dem Kind. Für 9 · 4 wird der vierte Finger von links eingeknickt: Links davon stehen 3 Finger (Zehner), rechts 6 Finger (Einer) – also 36. Ein beliebter Trick, der Kinder begeistert. Noch nützlicher ist die Einsicht dahinter: 9 · 4 = 10 · 4 – 4.
Die Quadratzahlen 1, 4, 9, 16, 25, 36, 49, 64, 81, 100 prägen sich besonders gut ein. Sie dienen als weitere Anker: 7 · 8 liegt direkt neben 7 · 7 = 49, also 49 + 7 = 56.
Zu jeder Malaufgabe gibt es eine Aufgabenfamilie: 6 · 7 = 42, 7 · 6 = 42, 42 : 6 = 7, 42 : 7 = 6. Wer Mal- und Geteiltaufgaben zusammen übt, festigt beide gleichzeitig.
Die Tricks helfen beim Verstehen und beim Ableiten. Das Ziel bleibt trotzdem, dass die Aufgaben irgendwann ohne Nachdenken abrufbar sind. Dafür braucht es kurze, regelmäßige Wiederholung – etwa fünf Minuten „Blitzrechnen“ am Tag, gemischte Päckchen statt immer derselben Reihe und kleine Sachaufgaben, in denen das Einmaleins angewendet wird.
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