Drei Brötchen kosten 1,20 €. Wie viel kosten sieben? Solche Fragen begegnen uns im Alltag ständig – und der Dreisatz löst sie zuverlässig. Er wird in Klasse 6 oder 7 eingeführt und bleibt bis zum Abitur ein treuer Begleiter, etwa bei Prozenten, Zinsen oder physikalischen Umrechnungen.
Der Dreisatz heißt so, weil er aus drei Sätzen (Schritten) besteht: Vom Bekannten auf die Einheit schließen, dann von der Einheit auf das Gesuchte. Man rechnet also immer „über die Eins“.
Bei proportionalen Zuordnungen gilt: Je mehr, desto mehr – und zwar im gleichen Verhältnis. Doppelte Menge, doppelter Preis. Beispiel: 3 Brötchen kosten 1,20 €. Wie viel kosten 7 Brötchen?
Bei antiproportionalen Zuordnungen gilt: Je mehr, desto weniger. Doppelt so viele Arbeiter brauchen halb so lange. Beispiel: 4 Maler brauchen 6 Tage für ein Haus. Wie lange brauchen 3 Maler?
Der Unterschied: Beim proportionalen Dreisatz wird im zweiten Schritt dividiert und im dritten multipliziert, beim antiproportionalen umgekehrt.
Die wichtigste Frage vor dem Rechnen. Hilfreich ist ein Gedankentest: Was passiert, wenn ich die eine Größe verdopple? Verdoppelt sich die andere, ist die Zuordnung proportional. Halbiert sie sich, antiproportional. Manche Zuordnungen sind weder noch – etwa Alter und Körpergröße. Dann funktioniert der Dreisatz nicht.
Viele Schulen schreiben den Dreisatz als Tabelle mit zwei Spalten und Pfeilen an der Seite, die zeigen, womit multipliziert oder dividiert wird. Wichtig: Was in der einen Spalte passiert, muss in der anderen auch passieren (proportional) oder umgekehrt (antiproportional).
Manchmal ergibt „auf eins“ krumme Zahlen. Dann kann man auf einen anderen gemeinsamen Wert rechnen. 6 Hefte kosten 4,50 €, gesucht sind 10 Hefte. Statt auf 1 Heft (0,75 €) kann man auf 2 Hefte (1,50 €) rechnen und dann mal 5 nehmen: 7,50 €. Beide Wege führen zum Ziel.
Nach jeder Dreisatzaufgabe lohnt sich die Frage: Ergibt das Ergebnis Sinn? Wenn weniger Maler schneller fertig werden, stimmt etwas nicht. Dieser kurze Check deckt die meisten Fehler auf.
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