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Bewerbung fürs Schülerpraktikum: Anschreiben, Lebenslauf und Tipps mit Beispiel

In Klasse 8 oder 9 steht für die meisten Schüler*innen das erste Betriebspraktikum an – und damit die erste Bewerbung. Keine Sorge: Niemand erwartet von dir Berufserfahrung. Unternehmen wollen sehen, dass du dich ernsthaft interessierst, zuverlässig bist und dir Mühe gegeben hast.

Was gehört in die Bewerbung?

  • Anschreiben: Warum möchtest du genau hier dein Praktikum machen?
  • Lebenslauf: Tabellarisch, mit deinen wichtigsten Daten.
  • Zeugniskopie: Meist das letzte Halbjahreszeugnis.

Viele Betriebe nehmen Bewerbungen per E-Mail als PDF an. Dann gehören alle Unterlagen in eine einzige Datei.

Das Anschreiben: Aufbau

Kopf: Deine Adresse, die Adresse des Betriebs, Ort und Datum. Betreff: „Bewerbung um ein Schülerpraktikum vom 3. bis 14. März 2025“ – ohne das Wort „Betreff“. Anrede: Möglichst mit Namen: „Sehr geehrte Frau Müller,“ – den Namen findest du oft auf der Website oder durch einen Anruf.

Einleitung: Wer bist du, und worum geht es? Vermeide „Hiermit bewerbe ich mich …“. Besser: „Ich besuche die 9. Klasse der Realschule Musterstadt und interessiere mich sehr für den Beruf der Tischlerin. Deshalb möchte ich mein zweiwöchiges Schülerpraktikum gern in Ihrem Betrieb absolvieren.“

Hauptteil: Warum dieser Beruf? Warum dieser Betrieb? Was bringst du mit? Konkrete Beispiele überzeugen: „Seit zwei Jahren baue ich mit meinem Opa kleine Möbelstücke, zuletzt ein Regal für mein Zimmer.“

Schluss: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“ Dann: „Mit freundlichen Grüßen“, deine Unterschrift und die Liste der Anlagen.

Der Lebenslauf

Er ist tabellarisch und passt meist auf eine Seite: persönliche Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Kontakt), Schulbildung (Grundschule, aktuelle Schule), Kenntnisse (Sprachen, Computer), Hobbys und Interessen, eventuell ehrenamtliches Engagement. Ein freundliches, seriöses Foto ist freiwillig. Am Ende: Ort, Datum, Unterschrift.

Was gut ankommt

  • Ein konkreter Bezug zum Betrieb („Auf Ihrer Website habe ich gesehen, dass …“).
  • Beispiele statt leerer Behauptungen: Statt „Ich bin teamfähig“ lieber „Im Handballverein …“.
  • Fehlerfreie Rechtschreibung – lass die Bewerbung von jemandem gegenlesen.
  • Eine ordentliche, einheitliche Gestaltung.

Typische Fehler

  • Standardformulierungen, die in jede Bewerbung passen.
  • Falscher Firmenname oder falsche Ansprechperson (bei Serienbewerbungen).
  • Rechtschreib- und Kommafehler.
  • Eine unseriöse E-Mail-Adresse – lege dir besser eine mit deinem Namen an.

Früh anfangen

Beliebte Praktikumsplätze sind schnell vergeben. Bewirb dich am besten drei bis sechs Monate vor dem Praktikum. Ein kurzer Anruf vorher, ob Praktikumsplätze frei sind, zeigt Initiative und erspart unnötige Bewerbungen.

Und nach dem Praktikum?

Das Praktikum ist eine Chance: Wenn es dir gefallen hat, frag nach einer Praktikumsbescheinigung und halte Kontakt. Viele Ausbildungsplätze werden später an ehemalige Praktikant*innen vergeben.

Checkliste für die Praxis

  1. Ist die Ansprechperson richtig geschrieben und namentlich angesprochen?
  2. Nennt die Einleitung Klasse, Schule und Zeitraum des Praktikums?
  3. Gibt es mindestens ein konkretes Beispiel für dein Interesse?
  4. Ist das Anschreiben höchstens eine Seite lang?
  5. Hat jemand die Bewerbung auf Fehler gegengelesen?
  6. Ist die E-Mail-Adresse seriös, und sind alle Anlagen als ein PDF angehängt?

Übungsblätter zu diesem Thema

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Häufige Fragen (FAQ)

Wie lang sollte das Anschreiben sein?
Höchstens eine Seite. Kurz und konkret wirkt überzeugender als lang und allgemein.
Brauche ich ein Foto?
Nein, ein Foto ist freiwillig. Wenn du eins verwendest, sollte es freundlich und seriös wirken.
Wann sollte ich mich bewerben?
Am besten drei bis sechs Monate vor dem Praktikum, bei beliebten Betrieben auch früher.

Alle Übungsblätter nach Fach und Klasse findest du in der Übersicht.

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